Mittwoch, 22. Februar 2017

Granada - Granada

Die Band Granada wurde 2015 in Graz gegründet und beinhaltet fünf großartige Musiker. Unter ihnen befindet sich auch Frontmann und Sänger Thomas Petritsch den viele hierzulande bereits unter dem Künstlernamen EFFI kennen. Bereits im September des vergangenen Jahres veröffentlichte Granada ihr Debütalbum, welches schlicht und einfach auf den Namen „Granada“ hört. Darauf befinden sich elf wirklich sehr gelungene Stücke die zum Teil auch in Form eines Musikvideos veröffentlicht wurden oder bereits auch auf dem Radio-Sender FM4 in Österreich auch gespielt wurden. Produziert wurde das Album von Oliver Zülch, der unter anderem mit den Sportfreunden Stiller zusammenarbeitet, mit denen Granada im Herbst 2016 auf Deutschland-Tour war. Das Album selbst schaffte es sogar in die österreichischen Album Charts. Zwei Stücke steuerten den Soundtrack zum Film Planet Ottakring bei. Wir sind erst vor kurzem auf die Band aufmerksam geworden und wollten es gar nicht glauben, dass und diese bislang nicht untergekommen war. Umso erfreuter waren wir schließlich, als das Album auch in unserer Redaktion eingetroffen ist um dieses einmal vom Anfang bis zum Ende durchzuhören. Eröffnet wird diese Scheibe durch den Titel „Lieber gern als hier“ in welchem gleich zu Beginn dieses Albums positive Energie versprüht wird. Sehr eingängige Klänge und eine großartige Stimme bleiben einem recht schnell in Erinnerung und auch als Single würde sich dieser sehr gut machen. Der Song „Ottakring“ ist einer der beiden die bereits bei Planet Ottakring eingearbeitet wurden. Hier erhält man eine richtige Hymne auf den sechzehnten Wiener Gemeindebezirk. Auch der Refrain hiervon ist sehr eingängig ausgefallen. Die beiden Stücke „Pina Colada“ und „Palmen Am Balkon“ eignen sich beide hervorragend zum Mitsingen und sind so typische Sommerlieder, die bereits vor zwei Jahren von FM4 gespielt wurden. Das nötige Potential für eine eigenständige Singleauskopplung ist bei beiden auf jeden Fall gegeben und bleibt auch unter Garantie zumindest mit den gelungenen Refrains in den Köpfen der Hörer hängen. „Eh OK“ nennt sich die aktuelle Single, wovon vor etwa 2 Wochen das hierzugehörige Musikvideo veröffentlicht wurde und wodurch auch wir auf Granada aufmerksam wurden. Ein sehr eingängiger Text sowie auch überzeugende Klänge verleihen dieser einen ganz besonderen Flair und wir würden uns für die Band wirklich wünschen, dass sie es damit zumindest in die Top-Ten der heimischen Musik-Charts schaffen würden. Gut Ding braucht eben etwas Weile, das hat man ja auch besonders gut bei Künstler wie Wanda oder Seiler & Speer bereits gesehen. Etwas Flotter gestaltet sich die Nummer „I Sogs Da Glei“ welche melodisch ziemlich gut geworden ist und irgendetwas an sich hat, was uns sehr gut gefällt. Der Titel „Lang Is Her“ ist klanglich sehr gut gelungen und fügt sich sehr gut in dieses Album ein. Das Nachfolgende Werk „Ka Feia“ beinhaltet beinahe dieselben Klänge wie sein Vorgänger. Inhaltlich ist dieser auch recht gut geworden. Sehr positiv beeindruckt hat uns auch das Stück „Spür die Sun“, welches uns aufgrund seiner Eingängigkeit sehr gut gefallen hat und welches wir uns auch als Singleauskopplung sehr gut vorstellen könnten. Der Song „Last Man Standing“ ist melodisch ganz gut geworden und passt hervorragend auf diese Scheibe. Auch die Abschließende Nummer „Wien Wort Auf Di“ gefällt uns sehr gut. Hier bekommt man einen großartigen Text sowie auch großartige Töne zu hören. Hierbei handelt es sich außerdem um eine deutschsprachige Cover-Version des Titels „Vienna“ von Billy Joel. Wir finden es fast schon ein bisschen Schade, dass wir erst ein paar Monate nach Erscheinen dieser wundervollen Platte auf Granada aufmerksam wurden. Der Song „Eh Ok“ läuft bei uns auch aktuell immer noch rauf und runter und gefällt uns sehr gut. Aber auch alle anderen Stücke dieses Albums sind wirklich sehr empfehlenswert und wir sind echt schon sehr gespannt darauf, wie sich die Band in naher Zukunft so entwickeln wird. Wir würden es ihnen vergönnen wenn um sie bald derselbe Hype entsteht wie um andere namhaften Künstler der heutigen Zeit wie Seiler & Speer, Pizzera & Jaus oder etwa Wanda entsteht. Von uns gibt es für das Debütalbum „Granada“ neun von möglichen zehn Bewertungspunkten und wir empfehlen euch dieses absolut ohne Bedenken gerne weiter. 

Thunder - Rip It Up

Die britische Rock-Formation Thunder wurde Ende der 1989 in London gegründet. Seitdem kam es zu mehreren Auflösungen und Neugründungen, die letzte war vor etwa sechs Jahren. Dieses Hin und Her ist sehr schade, denn mit diesem Unfug stand sich diese Band lange Zeit selbst im Weg, wodurch ein kontinuierliches Arbeiten nicht möglich war. Bis auf ein paar Wechsel am Bass, spielen Thunder auch heute noch seit fast 30 Jahren in Originalbesetzung, ein Umstand der die vielen Auflösungen für uns noch viel weniger nachvollziehbar macht. Der Klang von Thunder ist eine zeitlose Verschmelzung von unvergesslichen Melodien und purer Rock Power. „Rip It Up“ nennt sich das elfte Studioalbum, welches am 10. Februar 2017 durch earMusic in Form einer CD, als Deluxe-CD, als MP3-Download sowie auch als Vinyl-Version erschienen ist. Diese Scheibe beinhaltet insgesamt elf neue Werke, an welchen sich die Bandmitglieder Danny Bowes, Luke Morley, Ben Matthew, Chris Childs und ‘Harry’ James regelrecht in mehrerer Hinsicht zerrissen haben um an ihr Album „Wonder Days“, das es in die britischen Top-10 geschafft hatte anzuknüpfen. Eröffnet wird die Scheibe durch den Titel „No One Gets out Alive“ mit welchem die Band gleich zu Beginn gleich Höchstleistung abliefert. Hier bekommt man sehr eingängige Riffs sowie einen sehr gelungenen Inhalt der von einzigartigen Klängen begleitet wird geboten. Der gleichnamige Song zum Album „Rip It Up“ hat uns auf Anhieb sehr positiv beeindruckt. Vor allem mit seinem gelungenen Refrain macht sich dieser sehr gut bemerkbar und wäre als eigenständige Single durchaus sehr geeignet. Leistungstechnisch auf sehr hohem Niveau ist auch das Stück „She Likes the Cocaine“, welches uns sowohl von der klanglichen als auch von der gesanglichen Seite sehr überzeugt hat. Auch hier könnte man sich eine Single durchaus vorstellen. Gelungenen und doch eher ruhiger abgehaltenen Akustik-Rock bekommt man mit „Right from the Start“ geboten. Dieses Stück erinnert gesanglich irgendwie ein wenig an Queen und ist insgesamt sehr gut geworden. Man sollte hier auf jeden Fall hineingehört haben, sofern man die Platte besitzt oder Probehört. „Shakedown“ erbringt ebenso eine Top Leistung. Bereits in den ersten gesungenen Zeilen konnte uns das Werk für sich gewinnen. Der Refrain von diesem gestaltet sich sehr eingängig und auch eine eigene Veröffentlichung als Single wäre hier für uns sehr gut denkbar. Der Song „Heartbreak Hurricane“ ist inhaltlich sehr gut geworden und hat einige geniale Riffs zu bieten. Im Großen und Ganzen fügt sich dieser sehr gut in dieses Album ein. Es folgt der Titel „In Another Life“ welcher uns rhythmisch sehr gut gefallen hat. Auch inhaltlich hat dieser einiges auf Lager und so ist uns auch dieser auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Das Stück „The Chosen One“ ist sehr rockig ausgefallen und bietet klanglich recht viel. Wir sind überzeugt davon, dass dieses auch Live sehr gut bei den Hörern ankommen wird. Kommen wir nun zu den letzten drei Nummern dieses Albums. Eine davon nennt sich „The Enemy Inside“, welche geniale Riffs an der Gitarre beinhaltet und klanglich insgesamt sehr beeindruckt. Melodisch wird diese auf jeden Fall noch einige Zeit lang im Kopf hängen bleiben und auch hierfür können wir nur eine Empfehlung unsererseits aussprechen. Das Stück „Tumbling Down“ trägt melodisch sehr viel Potential in sich auch zu einem der unvergesslichen Meisterwerke der Band zu werden. Inhaltlich ist dieses ebenso sehr gelungen und gefällt uns insgesamt sehr gut. Abschließend wäre da dann auch noch der Song „There's Always a Loser“ der im Vergleich etwas ruhiger ausgefallen ist. Dieser ist unserer Meinung nach auf jeden Fall für das Radio und auch als eigenständige Single sehr geeignet und klingt fast schon ein bisschen nach Kid Rock. Bei fast allen Songs überzeugen Thunder durch die sehr eingängigen Melodien, durch klare Songstrukturen und ihr ausgefeiltes Songwriting. Definitiv kommt hier beim Hören keine Langeweile auf, für Classic-Rock-Begeisterte sollte „Rip It Up“ also ein echtes Schmankerl sein. Wir haben uns bei dieser Scheibe wirklich gut unterhalten gefühlt. „Rip It Up“ hat uns schon beim ersten Durchlauf sehr gefallen, die Songs setzten sich sofort fest im Kopf. Ein echt cooles Album  das die Jungs hier produziert haben. Von uns gibt es hierfür neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte.


Tour-Termine:
18.04.2017 München – Backstage
20.04.2017 Stuttgart – LKA
21.04.2017 Memmingen – Kaminwerk
22.04.2017 Aschaffenburg – Colos-Saal
24.04.2017 Bochum - Zeche

Montag, 20. Februar 2017

Sausage Party - Es Geht Um Die Wurst

Es war einer der verrücktesten Animationsfilme, der im vergangenen Oktober in den Kinos angelaufen ist. Vermutlich handelt es sich hierbei sogar um den verrücktesten Animationsfilm aller Zeiten, der aufgrund seiner Handlung und der Aussprache ausnahmsweise einmal nicht für Kinder geeignet ist. Vielmehr ist dieser für junggebliebene Erwachsene, die schon immer wissen wollten, wie es wohl wäre, wenn unsere Lebensmittel sprechen könnten. Produziert wurde dieser Streifen unter der Regie von Conrad Vernon und Greg Tiernan in den USA und verschlang ein Budget von rund dreizehn Millionen US-Dollar. Am 16. Februar 2017 ist dieser durch die Sony Pictures Home Entertainment GmbH schließlich dann auch für das Heimkino in Form einer DVD, einer BluRay sowie auch in digitaler Variante als VOD veröffentlicht worden. Auch wir haben ein Exemplar dieses Films bei uns vorliegen und werden euch natürlich nicht länger vorenthalten was dieser inhaltlich als auch auf der technischen Ebene so zu bieten hat. Erzählt wird hier die Geschichte von Frank, einem Frankfurter Würstchen, der zusammen mit verschiedenen anderen Lebensmittel im Supermarkt lebt. Wie auch zahlreiche andere Nahrungsmittel hat auch er es sich zum Ziel gemacht, bis zum großen amerikanischen Unabhängigkeitstag von den Menschen ausgewählt und gekauft zu werden. Die Lebensmittel versprechen sich davon das große himmlische Paradies ohne dabei zu wissen was sie da draußen wirklich erwartet. Frank möchte dieses mit seiner Freundin Brenda, einem Hotdog Brötchen gemeinsam erleben. Als ein Glas Honigsenf im Supermarkt zurückgegeben wird, erfahren sie jedoch schon bald die grausame Wahrheit ihrer Existenz. Sie stehen im Supermarkt um gekauft und anschließend zu Essen verarbeitet zu werden, was einen extrem qualvollen Tod mit sich bringt. Die Ware im Markt hält dies für ein Märchen, doch Frank nimmt diese Erzählung als einziger sehr ernst. Er versucht seine Freunde davon mit allen Mitteln zu überzeugen, dass etwas Wahres an dieser Geschichte dran sein muss. Diese verlassen ihn mit der Begründung, ihren Glauben nicht aufgeben zu wollen. Auch Brenda wendet sich von ihm enttäuscht ab. Nachdem Frank im Alleingang die Beweise für die Wahrheit über die Menschen findet, schließen sich ihm die Lebensmittel an. Gemeinsam versuchen sie, die Menschen zu besiegen. In einem Kampf gegen die Einkäufer gehen die Lebensmittel als Sieger hervor. Der Sieg wird mit einer großen Party gefeiert und Frank und Brenda werden wieder ein Paar. Nach der Sichtung dieses Films stellt man sich auf jeden Fall die Frage, wie die Produzenten wohl auf solche eine verrückte Idee gekommen sind die Geschichte von unseren Lebensmitteln in sprechender Variante zu erzählen. Die Geschichte ist durch und durch verrückt, wird jedoch in einer besonders witzigen Art und Weise erzählt und hat manchmal jedoch schon eine eher derbe Aussprache bzw. einen etwas schrägen Humor. Kein Wunder dass dieser für Personen unter sechzehn Jahren eher als ungeeignet gilt. Die Animationen selbst sind sehr detailgenau ausgefallen, sodass man jede Figur auf Anhieb erkennen und zuordnen kann. Die Farben sind sehr bunt und kräftig und stimmen sich mit dem Kontrast gut ab. Die BluRay bietet zudem auch ein sehr scharfes Bild welches wir auf jeden Fall empfehlen können. Die Tonspuren sind hier in Deutsch, Englisch, Italienisch und auch Russisch in DTS-HD 5.1 verfügbar und liefern allesamt einen hervorragenden rauschfreien Klang mit sehr gut verständlichen Dialogen. Ebenso findet man hier Untertitel in acht verschiedenen Sprachen vor. Neben einer Laufzeit von ziemlich genau eineinhalb Stunden bietet die BluRay außerdem noch zahlreiche besondere Features. Dazu zählen eine Trailer-Show, ein Trailer zum Film, ein Line-O-Rama sowie ein paar exklusive Featurettes zum Film. Alles in Allem eine gut gelungene Produktion,  bei welcher der Humor jedoch schon etwas gewöhnungsbedürftig und gewiss nicht jedermanns Sache ist. Wir für unseren Teil wurden zwar gut unterhalten, aber öfter als dieses eine Mal werden wir uns diesen Film dann doch vermutlich nicht ansehen. In unserer Gesamtwertung gibt es von uns für Sausage Party – Es Geht Um Die Wurst  sieben unserer möglichen zehn Bewertungspunkte.